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Lena

foto: CA PHOTOGRAPHY - Claudia Anys

Ein herzliches HALLO an alle!

 

Mein Name ist Lena Kettl und ich bin am 18. April 2014 geboren. Meine Eltern Verena und Herbert haben im 6. Schwangerschaftsmonat erfahren, dass mit meinen Chromosomen etwas „anders“ ist. Sie machten sich natürlich große Sorgen, aber als ich dann da war und alle mich ausgiebig und intensiv begutachteten und untersuchten, waren alle etwas erleichtert und überglücklich, dass ich da war.

 

Nach ein paar Tagen im Krankenhaus durfte ich in mein tolles Zuhause nach Frankenburg. Dort wartete mein großer Bruder Fabian auf mich, den ich natürlich schon im Krankenhaus kennen gelernt hatte. Fabian ist der beste Bruder, den man sich wünschen kann. Er ist zwar immer sehr in Eile, aber wenn ich ihn brauche, dann ist er da. Er bringt mir die Spielsachen, die ich nicht erreichen kann und passt höllisch auf, dass ich ja keine zu kleinen Teile erwische und verschlucke. Hin und wieder geraten wir uns aber auch in die Haare, wenn ich seine Spielsachen nehme oder etwas zerstöre, das er mit großer Liebe aufgebaut hat. Aber wir beide, wir kriegen das schon wieder hin! Streitereien zwischen Geschwistern gehören dazu!

 

Außerdem erwarteten mich bei meiner Ankunft zu Hause auch noch unser Hund Balou und die 3 Katzen …….. Cindy ist meine spezielle Freundin! Schon, als ich noch ganz klein war, lag sie immer bei mir in der Wiege und kuschelte sich eng an mich. Heute spielen wir Fangen oder Verstecken, leider hab ich auch schon hin und wieder einen Kratzer abbekommen, aber was macht das schon!

 

Auf jeden Fall geht es bei uns immer rund! Da komme ich auch auf das Thema meiner speziellen Ausbildung und professionellen Betreuung zu sprechen. Meine Mama fuhr mit mir schon wenige Wochen nach meiner Geburt zur Logopädin. Dort sollte ich spezielle Gesichtsmassagen bekommen. Was ich so mitbekommen habe, soll das recht fördernd sein für die Sprache und das Kauen, mir gefiel das aber gar nicht! Mama merkte das recht bald und ließ es dann wieder sein. Sprechen lerne ich jetzt schön langsam und es gelingt auch teilweise recht gut. Das Trinken konnte ich nach anfänglichen Saugproblemen auch bald, Essen war nie ein Problem für mich. Ich freue mich immer, wenn ich leckere Sachen bekomme. Manchmal wird das von Mama rationiert, was ich überhaupt nicht verstehe!

 

Ich bin auch schon recht mobil, auf zwei Beinen kann ich zwar noch nicht gehen, aber das muss ich ohnehin noch lange genug. Ihr solltet mal sehen, wie und vor allem wie flott ich mich durch unsere Wohnung bewege. Ich komme überall hin und Mama und Papa haben immer viel zu tun, um alles vor mir in Sicherheit zu bringen. Sie haben Angst um die Sachen, die so im Hause herumstehen, aber es ist halt alles sehr interessant für mich! Ich muss ja noch so vieles lernen!

An dieser Stelle möchte ich Gabi, meine Frühförderin, erwähnen. Gabi liebe ich über alles. Ich freue mich jedes Mal, wenn sie mich zu Hause besucht. Sie bringt immer tolle Sachen zum Üben und Ausprobieren mit. Sie lässt die Sachen dann auch oft da, damit ich mich auch alleine damit beschäftigen kann. Mein Bruder Fabian darf auch zuschauen, mit uns „mitspielen“ oder er bekommt etwas eigenes, damit wir alleine gut üben können. Ich bin immer recht müde, wenn Gabi dann wieder fährt. Sie fordert mich sehr, aber sie will nur das Beste für mich!

 

Das Beste ist ein Stichwort: da gibt es noch was! Meine Godi Lisa ist stolze Besitzerin mehrerer Pferde und jetzt dürft ihr raten, was sie mit mir macht! Ich darf mit meinem zarten Alter schon auf ihren Pferden reiten. Das macht richtig SPASS! Das muss mir erst mal wer nachmachen! Meine Godi kennt sich richtig gut mit Pferden aus! Wenn ich einmal groß bin, dann werde ich ihr auch beim Putzen helfen, jetzt macht sie das noch alleine.

Ich muss Euch noch etwas Tolles erzählen: Mein Bruder fährt ja jeden Morgen mit einem Bus weg und kommt erst zu Mittag wieder nach Hause. Ich fragte mich schon längere Zeit, wo er da immer hin fährt. Letztens hörte ich meine Mama mit meinem Papa darüber sprechen, dass ich da auch im Herbst hinfahren darf – der Ort nennt sich Kindergarten. Ich bin schon gespannt, was mich da erwartet, aber ich glaube, das wird ganz toll.

 

Auf jeden Fall wollte ich Euch wissen lassen, dass ich mich, obwohl meine Chromosomen ein ganz klein wenig „anders“ sind, pudelwohl fühle. Meine Familie, unsere Verwandten, unsere Nachbarn und Bekannten, alle haben mich ganz lieb und bezeichnen mich als ihr Sonnenschein! Schön, oder?

 

Eure Lena

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