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Mag. Birgit Brunsteiner
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Noah Gabriel David

Hallo, ich bin Noah, und dann haben mich meine Eltern noch Gabriel und David genannt.

 

Am 28. Oktober 2008 ist es in meiner gemütlichen Höhle plötzlich ziemlich ungemütlich und ganz hell geworden und seither weiß ich, wie meine Eltern aussehen. Die haben zuerst gar nicht gemerkt, dass ich so ein besonderes Kerlchen bin, das hab ich auch niemandem gezeigt, das war meine Überraschung!Ich war 3.300g, schwer und 47cm lang und habe mich von Anfang an pudelwohl gefühlt. Das mit dem Herumliegen war so gar nicht meins, deshalb hab ich auch ganz bald angefangen den Kopf zu heben und mich umzudrehen und alle haben sich wahnsinnig gefreut. Es hat ja auch so viel zu entdecken gegeben und ich war immer damit beschäftigt alles zu erkunden. Ich bin ziemlich froh, dass ich jetzt schon überall hin komme, wo ich hin will! Am liebsten habe ich, wenn ich Mama und Papa bei mir habe, und wenn dann unsere Katze Felix auch noch da ist, dann ist alles perfekt!

 

An meinem 3. Lebenstag habe ich Frau Emersberger kennen gelernt. Sie hat meiner Mama gezeigt, wie sie mir beim Mobilwerden helfen kann. Wir sind dann regelmäßig zur Physiotherapie gefahren und ich hatte dabei ziemlich viel Spaß. Jetzt fahren wir nur noch zu Kontrolle einmal im Monat.

 

Als ich 3 Monate alt war hat Mama begonnen mich regelmäßig herum zu drehen – ROTA Therapie nennt sie das. Ich konnte mich dann ganz schnell auf meine Unterarme stützen, mich aufsetzten, bin mit 10 Monaten gekrabbelt, mit 12 Monaten alleine aufgestanden und habe mit 15 Monaten meine ersten kleinen Schritte gemacht. "Sicher" gehen konnte ich mit 21 Monaten, und da bin ich dann voll ins Spielplatzgeschehen eingestiegen. Ich bin ein richtiger Klettermax und egal, wei hoch Mama die Sachen stellt, die ich nicht erreichen soll, ich schaffe es, mir zu besorgen, was ich will.

 

Mein Appetit kann sich auch sehen lassen, ich mag eigentlich alles und am liebsten viel davon!

Seit April 2009 kommt einmal in der Woche meine Frühförderin. Wir spielen dann 90 Minuten miteinander und ich komme ganz von selber drauf, was ich schon alles kann. Ich habe sie auch richtig gern und freue mich jedes Mal sehr, wenn sie kommt.

 

Hin und wieder sind wir nach Scharnstein einer Logopädin gefahren. Ab Juni 2011 kam eine Frühe Kommunikationsförderin einmal wöchentlich zu uns ins Haus. Auch diese Einheiten machten mir großen Spaß und ich musste mich fast jedes Mal ärgern, wenn die 90 Minuten vorbei waren. Leider hat das Insitut Spattstraße dann die Therapeutinnen ausgetauscht und für uns hat das nicht mehr gepasst. Sprechen mag ich immer noch nicht – die Großen verstehen auch so immer ganz genau, was ich will! Ich verbinge sehr gerne Zeit damit Hörspiele zu hören. Ich vestehe ja beinahe alles, was gesprochen wird.

Von Mai 2011 bis Dezember 2012 fuhren Mama und ich einmal pro Woche nach Altmünster zur Ergotherapie. Zuerst ist Mama ganz schön erschrocken, als sie gesehen hat, was die Therapeutin von mir verlangte. Ich war auch nicht so sicher, ob ich das alles schaffen kann, doch dann habe ich einfach ausprobiert zu tun, was sie wollte und es hat bald inzwischen in den meisten Fällen funktioniert. Mama war ganz überrascht, was ich alles kann, aber daheim zeigte ich das auch nicht so genau.

 

Im Juni 2011 habe ich gelernt mit Schwimmscheiben zu schwimmen. Seither mag ich es gar nicht mehr, wenn mich im Wasser jemand halten möchte. Ich bin lieber selbständig und mache, was ich will.

Im Juli 2011 bin ich zum ersten Mal freihändig eine Treppe hinunter gegangen - meine Eltern waren sehr stolz auf mich.

 

Mit genau 3 Jahren, also nicht ganz, nämlich einen Tag vor meinem dritten Geburtstag, habe ich zum ersten Mal laut und deutlich meinen Namen gesagt. 2 Monate später habe ich dann angefangen mir selber die Zähne zu putzen, noch einmal 2 Monate später habe ich meinen Frühstücksbrei alleine gegessen.

 

Im Herbst 2011 haben wir begonnen Mamas Freundin auf einem Reiterhof zu besuchen und ich habe sofort Spaß am Reiten gehabt. Nun versuchen wir regelmäßig zu den Pferden zu fahren. Ich halte mich ganz alleine am Rücken des Ponys und will gar nicht mehr, dass Mama mich hält.

Am Ende des Winters 2012 haben meine Eltern mich auf Skier gestellt. Das war vielleicht aufregend - also, alles andere rundherum. Das mit dem Skifahren hielt ich mir für die nächste Saison auf, bis dahin kletterte ich lieber überall hinauf wo es ging. Das hat die Muskulatur auch trainiert.

 

Im Mai 2012 habe ich mit Sensomotorischem Bewegungstraining begonnen - das macht mir riesen großen Spaß und ich freue mich immer sehr, wenn ich merke, dass wir dort hin fahren. Besonders mit Cindy, der Therapiehündin, habe ich mich angefreundet.

 

Ich habe den Pestalozzikindergaren von Vöcklabruck besucht. Dort war ich in der Montessori Gruppe als eines von 2 Integrationskindern und fühlte mich pudelwohl. Meine Stützkraft, die Kindergartenpädagogin und die Kindergartenhelferin haben mir sehr dabei geholfen mich im Kindergarten wohl zu fühlen und dort auch anzukommen. Ich war ein Teil der Gruppe und meine Eltern freuten sich sehr, dass ich so dazu gehöre.

 

Im Sommer 2016 habe ich eine Logopädische Intensiv Therapie im deutschen Bad Mergentheim absolviert. Das hat Spaß gemacht, obwohl ich vier Wochen lang jeden Tag sechst Therapie Einheiten hatte. Ich habe dort Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie trainiert.

Seit September 2017 besuche ich die Pestalozzischule Vöcklabruck. Meine Klasse heißt Eisbärenklasse und wird als jahrgangsübergreifende Integrationsklasse geführt. Meine Lehrerinnen bemühen sich sehr, mich in einem angepassten Thempo zu unterreichten und ich mache deutliche Fortschritte. Es geht alles ein wenig langsamer als bei den anderen Kindern aber von meinen SchulkollegInnen bekomme ich sehr viel Unterstützung. Ich gehe sehr gerne zur Schule.
 

Wer meint, das seien aber sehr viele Therapien und Förderungen - ich habe an allem großen Spaß, sonst würde meine Mama das ganz sicher nicht zulassen!

 

Meine Eltern sagen, dass ich ein sehr aktiver Junge bin, einen unwiderstehlichen Charme habe, sehr neugierig und clever bin und dass sie mich keine Sekunde anders haben möchten als sie mich bekommen haben!

foto: hermann wakolbinger

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